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Dieses Thema hat 85 Antworten
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Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

22.09.2009 13:03
#51 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

@weniger Geld bekommen. Na prima. Also wählen wir sie jetzt, weil sie mal die Wahrheit sagte.[]
Steinmeyer sagte fast das selbe, nur das er das Hartz IV so behalten will, ohne Kürzungen.
Man, Hartz IV ist Verfassungswirdrig und menschenverachtend, das gehört abgeschafft. Der Schritt zu malten Sozialsystem wäre richtiger.
Sie müssen lügen, weil sie sonst keiner wählt. Kläver sind sie nicht beim lügen.[]




Ich habe mir gestern um 23°°h rum noch eine politische Sendung angesehen, die mit polit. engagierten Schauspielern besetzt war. Ich glaube, unsere Linken kriegen richtig Aufwind!!

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

22.09.2009 13:52
#52 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Hier noch ein wenig Buch:

In der Edda wird uns von den wandernden Asen und den fröhlichen Wanen erzählt, die in dem Land lebten, in das die Asen eingewandert waren. Schließlich, nach einem gewaltigen Krieg,
(in dem sich wohl rausstellte dass beide Stämme gleich stark sind)
beschlossen die beiden Stämme Frieden zu schließen und Geiseln auszutauschen.
(eine alte Sitte)
Die Asen sandten Hönir, während die Wanen Njörd sandten.
Dann lehrten die Wanen den Asen die Magie des Landes.
Diese Geschichte hat viele gelehrte Interpretationen erlebt.
Einige sagen, dass die Wanen, die für ihre Fruchtbarkeitsgötter Njörd und dessen Kinder Frey und Freya bekannt sind, möglicherweise Symbole für Götter der Megalithreligion waren. Während die aggressiven Asen mit den Göttern der indoeuropäischenStämme korrespondieren.
Tatsächlich gibt es einige Hinweisedarauf, dass die Wanen einer matriachalischen Gesellschaft enstammen.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------



Wiki: Hoenir (auch Hönir) ist ein Gott der nordischen Mythologie. Er hat dem ersten Menschenpaar, Ask und Embla, den Verstand gegeben, während Odin die Seele und Lodur wohl die Sinne gab („Gesicht“). Er wird später nach dem Krieg mit den Wanen als Geisel ausgetauscht. Die Asen gaben Hönir und Mimir, während die Wanen Njörðr mit seinen Kindern Freyr und Freyja als Geiseln gaben.
(steht dann Hönir für rationales Denken?)


Wiki: Der Gott Njörðr ist hauptsächlich aus der Snorra-Edda, der Ynglinga saga und einigen Eddaliedern (Vafþrúðnismál, Lokasenna, Grimnismál), also der hochmittelalterlichen gelehrten Mythographie Snorris bekannt. Es gibt darüber hinaus noch ein paar rituelle Formeln, in denen sein Name auftaucht. In Aris Íslendingsbók steht Njörðr als zweiter Name in der Ynglinga-Genealogie. Dieser Namensform wird die von Tacitus überlieferte Name Nerthus zugesellt.
(und Njörg für Intuition?)

Odin sagte:
Sage mir zum zehnten,
wenn du den Urgrund aller
Götter, Wafthrudnir, weißt,
wie kam Nörðr
zu den Asensöhnen –
Höfe und Heiligtümer
hat er in großer Zahl –
und wuchs nicht bei den Asen auf?

Wafthrudnir sagte:
In Wanenheim
schufen ihn weise Gottheiten[3]
und sandten ihn zu den Göttern als Geisel.
Am Ende der Zeiten
soll er wiederkommen
heim zu den weisen Wanen.

Wiki:Nach der Skáldskaparmál darf sich Skaði aus Þrymheimr als Buße für den Totschlag der Asen an ihrem Vater Þiazi unter den Göttern einen Ehemann aussuchen, kann aber von den Göttern nur die Füße sehen. Sie glaubt, Baldr erwählt zu haben. Die Füße gehörten aber Njörðr. Snorri betont, dass die Eheleute Geschwister waren und fügt hinzu, dass solch inzestuöse Ehen bei den Wanen üblich, bei den Asen aber verboten gewesen seien.
Die Ehe scheiterte, weil sie nicht an der gleichen Stelle wohnen konnten. Sie hatten zunächst vereinbart, dass Njörðr neun Nächte bei Skaði in Þrymheimr und Skaði drei Nächte bei Njörðr am Meer wohnen sollte. Aber Skaði konnte wegen des Möwengeschreis in Nóatún nicht schlafen, und Njörðr konnte das en der Wölfe nicht ertragen. Nach Snorri bekam Njörðr später die beiden Kinder Freyr und Freya, bei Egill Skallagrímsson ist das nicht eindeutig. Die Aufteilung der Zeiten des Zusammenlebens hat symbolische Bedeutung. Sie spiegelt die Jahreseinteilung in 9 Wintermonate und 3 Sommermonate wider. Die Tätigkeit in den drei Sommermonaten hat Bezug zu den Wanen: Seefahrt, Ackerbau und Fischerei. Daraus ergibt sich, dass der Mythos von Njörðr und Skaði dem westnordischen Milieu entstammt.

Wiki: Die Mythen um Mimir stammen aus unterschiedlichen Quellen der altnordischen Literatur, doch im Kern sind sie bereits im ältesten Text der Lieder-Edda, der Völuspá, enthalten, dessen Wurzeln noch bis in vorchristliche Zeit reichen.

Danach entspringt unter dem Weltenbaum Yggdrasil die Quelle der Weisheit, aus der ein reißender Wasserfall strömt. Sie ist eine der drei Urquellen der nordischen Mythologie. In ihrer Nähe befindet sich das Gjallarhorn des Gottes Heimdall, das in allen Welten ertönt, wenn man in es hineinbläst. Hüter der Quelle ist Mimir, die nach ihm Mimirs Brunnen genannt wird. Jeden Morgen trinkt er Met aus ihr.[2]

Odin erwirbt sich Weisheit, weil er ebenso aus dem Brunnen des Mimir trinkt. Allerdings muss er zuvor dafür ein Auge opfern und in den Brunnen legen (Walvaters Pfand). Seitdem war Odin einäugig.[3] Trotz seines Weisheitstrunks wendet sich Odin noch ratsuchend an Mimirs Haupt, als die Ordnung der Welt in Gefahr gerät und den Göttern der Untergang droht (die Ragnarök).[4] Wie es dazu kam, dass Mimir geköpft wurde, beschreibt die Völuspá jedoch nicht.

Snorri Sturlusons Prosa-Edda wiederholt in Gylfaginning die Angaben der Völuspá und ergänzt sie. Er sagt, dass die Quelle unter der Wurzel Yggdrasils liegt, die zu den Reifriesen hingeht. Sein Wissen und seine Weisheit erlangt Mimir wie Odin, weil er aus der Quelle trinkt. Das Gjallarhorn dient ihm dabei als Trinkhorn. In einem Punkt weicht Snorri aber wesentlich von der Völuspá ab. Bei ihm reitet in der Zeit der Ragnarök Odin zu Mimirs Brunnen und holt sich dort den Rat Mimirs ein. Mimirs Haupt hingegen erwähnt Snorri nicht.[5]

Hrafnagaldr Óðins (Odins Rabenzauber), das auch zu den alten nordischen Liedern zählt, aber nicht Bestandteil der Lieder-Edda ist, geht im Gegensatz zur Prosa-Edda davon aus, dass Mimir Odin keinen Rat geben kann, damit dieser seinem Schicksal entrinnt und den Untergang der Götter abwendet.

Wiki:
Matriarchale Völker
Tuareg-Frau

Die Ethnologie kennt auch heute noch auf allen Kontinenten – außer in Europa – Völker (Ethnien) mit matrilinearen Abstammungsregeln, von denen manche zusätzlich die Matrilokalität praktizieren: die Khasi und die Nayar in Indien, die Irokesen in den USA, die Tuareg in Nordafrika, die Mosuo in China etc. Aufgrund von kolonialer Vereinnahmung, Missionierung oder wegen Interaktionsprozessen mit angrenzenden Nationen weisen diese allerdings nur noch selten alle Züge ihrer ursprünglichen Kultur auf.

Die Minangkabau auf Sumatra werden als das größte bekannte matrilineare Volk bezeichnet, und sie haben bis heute das Adat, ihr ungeschriebenes Gesetz, bewahrt. Insgesamt über drei Millionen Menschen leben noch nach diesen tradierten Regeln. In Handel, Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Kultur sind sie sehr aktiv und gelten in Indonesien als ein Volk von hoher Bildung, Kultur, Weltoffenheit und großer Wirtschaftskraft. Die Minangkabau hatten ursprünglich matrilokale Wohnsitzregeln, heute sind jedoch Kernfamilien eine gängige Lebensform. Durch die amerikanische Anthropologin Peggy Reeves Sanday sind die Strukturen der Minangkabau hervorragend dokumentiert, weil die Forscherin jahrelang unter ihnen lebte. Die Minangkabau sind Moslems, was im ersten Moment überraschend wirkt. Die starke Stellung des Bruders der Mutter, die typisch ist für matrilineare Gesellschaften, ermöglicht die Vereinbarkeit mit einer patriarchalen Religion.

Die Goajiro-Arawak sind mit 60.000 Menschen eine zahlenmäßig recht große Ethnie in Kolumbien und in Venezuela. Die Goajiro sind matrilinear und bilden etwa 30 große Clans, je mit einem Tier als Erkennungszeichen und mit eigenem Territorium. Jeder Clan wird von der ältesten Frau zusammengehalten. Ihr ältester Bruder ist der Vertreter des Clans nach außen und genießt große Autorität. Aus diesen männlichen Sippenvertretern wird der Dorfhäuptling gewählt, und die Wahl fällt immer auf den Wohlhabendsten. Die wirtschaftliche Basis jeder Sippe ist das Vieh, es ist Gemeinschaftsbesitz. Die junge Frau geht bei der Heirat ins Haus des Gatten, für sie erhält ihr eigener Clan Vieh als Hochzeitsgabe.

Mit 19.000 Mitgliedern sind die im Regenwald lebenden Yanomami eine eher kleine Gemeinschaft.


Ich glaub, das reicht für heute. So langsam lichtet sich auch für mich der Götterwald.
Eine schöne Art der Aufarbeitung.
Ich hoffe ich strapaziere eure Geduld nicht all zu sehr.

Nun nur noch eine Frage: wo ist der Unterschied zur Lieder Edda und der Prosa Edda und welche Edda benutzt ihr?

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

23.09.2009 10:33
#53 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Mir scheint, das Matriachat ist den Herren der Schöpfung unheimlich?
Keine Angst, hier in Deutschland wird es wohl (leider) immer ein Patriachat geben.
Wie sagte mal eine kluge Frau:
Die Zukunft ist weiblich oder garnicht!

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

23.09.2009 15:51
#54 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Helrunar: Die ländliche Bevölkerung bewahrte in 1. zahlreichen Bräuchen viele der alten Sitten.
Davon zeugen Volksbräuche wie das Mittsommerfeuer, der Grüne Mann, der den Frühling in das Dorf bringt, oder Märchen wie jene, die von den Gebrüdern Grimm gesammelt wurden.
Wusstest du, dass die 2. Frau Holle aus dem Märchen ursprünglich die dunkle Göttin Helja der Unterwelt war?

Selbst die Kirche konnte das heidnische Fest 3.„Ostern“ nicht abschaffen, das nach der Frühlingsgöttin Ostara/Oestre benannt ist, deren Symbole der Birkenzweig, der Hase und das Ei der Fruchtbarkeit sind.
Es könnte Ostara gewesen sein, die Tacitus zum Glauben veranlasste, 4. dass die Germanen Isis verehren.
----------------------------------------------------------------------------------------------------

1. Ich habe festgestellt, dass gerade in den katholischen Gegenden die alten Bräuche in Form von Verboten noch vorhanden sind.
2. Kann mir jemand was sagen über Frau Holle und Hel-ja? Wieso war Früher Frau Holle - Hel??
3. Das war mir bisher unbekannt. Wisst ihr mehr darüber?
4. Das versteh ich nicht? Wieso Isis?

Wiki:
Hier hab ich was gefunden, was ein wenig Licht bringt

Isis (auch Ise(t)) (ägypt. as(e)t: 'Sitz, Thron') war in der ägyptischen Mythologie die Tochter des Geb und der Nut, Schwester des Seth und der Nephthys, sowie Schwester und Gemahlin des Osiris. Von diesem empfing sie Horus als Sohn, den sie in der Einsamkeit der Nilsümpfe, versteckt vor dem Gott Seth, zur Welt brachte. Da sie den toten Osiris beklagte, der von Seth getötet wurde, war sie auch Göttin der Toten und ihr gelang es mit Anubis ihren Gatten wieder zusammenzusetzen und auferstehen zu lassen. In den Pyramidentexten galt Isis als „Göttin des Nordens“.[1]


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PEST Offline





Beiträge: 10.677

24.09.2009 02:33
#55 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Zitat von Runenweib
Mir scheint, das Matriachat ist den Herren der Schöpfung unheimlich?
Keine Angst, hier in Deutschland wird es wohl (leider) immer ein Patriachat geben.
Wie sagte mal eine kluge Frau:
Die Zukunft ist weiblich oder garnicht!


Nein, mir ist das Matriarchiat nicht unheimlich, sondern es ist ein Naturgesetz, das die Weibchen das Sagen haben. Sie suchen sich den Partner aus. Die Männchen balzen nur, sie zeigen was sie drauf haben, um attraktiv für die Weibchen zu sein.
Im gesamten Leben, egal ob Pflanze oder Tier regiert das Weibchen.
Das es bei uns Menschen in der Politik und in der Gesellschaft anders ist, aber kaum funktioniert, zeigt der ewige Streit um diese Sache. Die Männer wollen das Sagen haben, hören aber gut, wenn die Frau was sagt.
Bei den Moslems funktioniert das Ganze nur, weil der Mann massive Gewalt auf die Frauen ausübt. Rein körperlich sind Frauen schwächer. Das macht sie zu Opfern. Aber sie sind Opfer mit geistiger Macht. Und das macht vielen Männern Angst.

Zu deinen Beiträgen weiß ich wenig zu sagen. Ich lese sie mit höchstem Interesse, weiß aber zu wenig, um dazu was zu sagen. Und unqualifiziertes Geplapper nutzt niemandem.

Ich will mal versuchen zu antworten.

Zitat vom User:
Text:1. Ich habe festgestellt, dass gerade in den katholischen Gegenden die alten Bräuche in Form von Verboten noch vorhanden sind.

Und doch gibt es in Bayern, Österreich und die Schweiz die Perchtenläufe zu Jul.
Verbote sind zum brechen da, trallali und trallala...
Zitat vom User:
Text:2. Kann mir jemand was sagen über Frau Holle und Hel-ja? Wieso war Früher Frau Holle - Hel??
3. Das war mir bisher unbekannt. Wisst ihr mehr darüber?

Ich hab auch schon davon gehört, aber ich weiß dazu auch nichts weiter. Allerdings, wenn Frau Hölle den Schnee aus den betten schüttelt, bedeutet das doch Winter, Kälte und Tod. War das Totenreich von Hel nicht in eine Feuerhölle und eine Eishölle aufgeteilt? Eishölle = Schnee?
Zitat vom User:
Text:4. Das versteh ich nicht? Wieso Isis?

Wegen...
Zitat vom User:
Text:war sie auch Göttin der Toten und ihr gelang es mit Anubis ihren Gatten wieder zusammenzusetzen und auferstehen zu lassen.

Hel war Totengöttin, Isis auch?
Baldur sollte wieder auferstehen, so wie Anubis? Wobei Baldur erst nach dem Ragnarök wieder kam. Baldur wäre wieder auferstanden, wenn Loki das nicht verhindert hätte.
Man kann sich da Zusammenhänge ausdenken, aber ob sie wirklich so waren??? Ich mags bezweifeln.

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Auch ich bin Deutschland, aber ich kann mich nicht finden.

Abraxas Offline




Beiträge: 2.076

24.09.2009 06:33
#56 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Zitat von PEST

Nein, mir ist das Matriarchiat nicht unheimlich, sondern es ist ein Naturgesetz, das die Weibchen das Sagen haben. Sie suchen sich den Partner aus. Die Männchen balzen nur, sie zeigen was sie drauf haben, um attraktiv für die Weibchen zu sein.
Im gesamten Leben, egal ob Pflanze oder Tier regiert das Weibchen.



Das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Aber du hast Recht! Also muss der Mann was aus sich machen. Kein Wunder, dass viele Moslems hier ihre Schokoladenseite zeigen uns sich wie Indianer stilen, wenn Sie sehen was ihre Väter alles falsch machen. Ich fand das schon immer cool.


Hier dieses Video erinnert mich an das Innere eines Moslems der das Gesetz des Weibchenbebalzens beachtet und wie ein Indianer gestilt rumläuft. Vielleicht erinnert mich das auch nur zu gerne an mein Profilbild

Liebe Grüße
Abraxas


"Einen Streit gewinnt, wer Tiere gut behandelt"

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

24.09.2009 08:43
#57 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

@die Perchtenläufe zu Jul.


Was sind die Perchtenläufe??

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

24.09.2009 15:05
#58 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

@Helrunar: Die Zeit zwischen der Wintersonnenwende (Thomas) und dem 6. Januar (Dreikönigstag) war im katholischen Jahr als die Zeit der "Wilden Jagd" bekannt. (Das sind doch die Rauhreifnächte oder?)
Während im alten Glauben die "Wilde Jagd" den ganzen Winter lang stürmen konnte.
Während dieser Zeit ist der Jahreszyklus offen und alle verdrängten Geister der alten Zeit sind frei, ihren Spaß auf Erden zu treiben.
In ganz Europa markieren Bauern und Katholiken ihre Türen mit einer Kreideschrift, die so aussieht:


+19+C+M+B+93+ (Kennt ihr das auch?)

Dies dient zur Anrufung des neuen Jahres und der Heiligen Drei Könige, um die Wilde Jagd fern zu halten.
(Hatten die Bauern Angst, mit fortgerissen zu werden?)
In dieser Jahreszeit zwischen den Jahren brüllen Wotan und die Walküren durch die Nacht, gefolgt von den Legionen der Toten, den Geistern des Chaos und den Seelen der Ungeborenen.Zitat Ende!


Es ist schon merkwürdig, dass ich gerade diese Zeit am meisten liebe. Es wird kaum hell draußen und meine Wohnung sieht aus wie bei Alice im Wunderland- voller Kerzen. Äpfeln auf der Fensterbank, es duftet nach Gebäck, Zucker und Zimt und ich fühle mich in meinem Zuhause wie in einem Kokon. Wenn es richtig stürmt und schneit und ich dann meinen Fliederbeerpunsch trinke, ist die Welt für mich in Ordnung.



PEST Offline





Beiträge: 10.677

25.09.2009 00:39
#59 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Zitat vom User:
Text:Kein Wunder, dass viele Moslems hier ihre Schokoladenseite zeigen uns sich wie Indianer stilen, wenn Sie sehen was ihre Väter alles falsch machen.

In der Türkei balzen die Männer auch. Nur kann es eben auch vorkommen, das die Eltern des Mädchens sagen, den heiratest du.
In dem Fall heiratet sie den Typ, mag ihn aber nicht. Er schlägt sie und balzt mit anderen Frauen rum.

Zitat vom User:
Text:
Was sind die Perchtenläufe??

Perchten in Österreich, heidnischer geht kaum...



Zitat vom User:
Text:Während dieser Zeit ist der Jahreszyklus offen und alle verdrängten Geister der alten Zeit sind frei, ihren Spaß auf Erden zu treiben.

Genau das sollen die Perchten ausdrücken.
Zitat vom User:
Text:In dieser Jahreszeit zwischen den Jahren brüllen Wotan und die Walküren durch die Nacht, gefolgt von den Legionen der Toten, den Geistern des Chaos und den Seelen der Ungeborenen.Zitat Ende!


In dieser Zeit im Jahr 2007 träumte ich die Runen. Danach suchte ich nach einem Forum, in dem ich mehr über die Runen erfahren konnte, erst Wodans Erben und dann der Rabenbaum. Aus Wodans Erben flog ich aber raus, weil ich meine Meinung sagte und die konsequent vertrat.

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Auch ich bin Deutschland, aber ich kann mich nicht finden.

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

25.09.2009 19:08
#60 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

@Pest:In dieser Zeit im Jahr 2007 träumte ich die Runen. Danach suchte ich nach einem Forum, in dem ich mehr über die Runen erfahren konnte, erst Wodans Erben und dann der Rabenbaum. Aus Wodans Erben flog ich aber raus, weil ich meine Meinung sagte und die konsequent vertrat.

Ja so kennen wir dich, immer konsequent.
Rabenbaum kenne ich ja selbst und habe im Moment eher das Gefühl, es wird nur noch of Topic diskutiert.
Aber vielleicht ist ja auch einfach schon alles gesagt dort?

Diese Läufe kannte ich schon, wusste nur nicht wie sie heißen.
Und was hat es mit dieser Zahl auf sich??

Ich denke, in den Gebräuchen der Katholiken sind noch sehr viele heidnische Dinge verborgen.

Schau doch mal ob du nicht noch ein Paar Smeilys irgendwo findest.


Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

25.09.2009 22:17
#61 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Hier nun die Bedeutung des Wortes Helrunar:
Helrunar/Haljarunae/Hellirunar bezeichnet eine Person, die mit Hell/ Helja, der Göttin und dem Reich der Unterwelt, "raunt" (spricht,singt oder flüstert). Die "Hölle" in ihrer ursprünglichen Bedeutung ist das verborgene Reich, der dunkle und neblige Ort, an dem die Toten und Ungeborenen wohnen. Oft wird der Ausdruck mit einer negativen Bedeutung verwendet.
Der gotische Bischof Wulfila erwähnt eine Gruppe von Haljarunae (weibliche Form), diewegen ihrer Zaubereien vom König Filimer verbannt wurden.
Filimer war übrigens kein christlicher, sondern ein heidnischer König.
Andere verbinden die Helrunar mit der Praxis des utiseta, d.h. des "draußen Sitzens" (bei Nacht) um die Geister zu berschwören, jene, die unter dem Hügel wohnen, zu erwecken oder Nekromantie zu betreiben.



Dabei stell ich fest, dass die christliche Geschichte noch meine Vorstellungskraft beeinflusste. Ich stellte mir die Hölle/Hel immer noch mit Feuer und Folter vor.
Und nun meine Frage- welche Toten? Denn die im Kampf gestorbenen kommen ja nach Wallhall und- wo kommen wir Frauen hin?
Und was heißt, "die unter dem Hügel wohnen"?
Filimer scheint Angst bekommen zu haben vor der Kraft der Magier/innen.

Giefane Offline





Beiträge: 391

27.09.2009 08:52
#62 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Huhu, na da möchte ich gern noch was beitragen:
1. E. Thorsson (den ich sehr schätze und gegenüber J.Fries deutlich bevorzuge)
versucht in seinem Buch " Runenkunde" eine Rekonstruktion der Runenformeln aus der Egil-Saga, bitte unten nachlesen

2. Nein, Hel und Holle sind nicht indentisch. Hel gilt als reine Totengöttin, ihr Reich ist Helheim und in dieses Reich kamen alle "Strohtoten", also alle, die nicht im Kampf umkamen (die gehen nach Walhall) oder ertrunken sind (zu Njörd bzw. Ran).
Holle war bei einigen Stämmen eine Göttin, der Frigga ähnlich, sie war für Familie, Fruchtbarkeit und Hausarbeit zuständig. Gemeinsam haben sie nur, dass sie ein unterirdisches Reich ihr eigen nennen. Der Zugang zu diesem Reich ist bei Hel die Brücke nach Helheim, bei Holle sind es Teiche und Brunnen, ansonsten wohnt sie im Holle(r)busch, also im Holunder. Von Teichen und Brunnen holte man auch seine Kinder ab, denn Holle ist die Hüterin der ungeborenen Seelen. Holle bestraft Faule, d.h. Menschen, die die tägliche "Lebensarbeit" vernachlässigten und belohnte die Fleißigen (bestes Beispiel-Grimms Märchen). In vielen Volksmärchen heißt sie Frau Holle, Frau Hulda (die Liebenswürdige) oder auch Frau Percht (speziell bayrischer und schweizer Raum). Wodan wurde bei seiner Wanderung während der Julzeit (auch Rauhnächte), bei der er Geschenke verteilte ( aha!!) von Frau Percht oder ihren Helfern, den Perchten (s. unten Perchtenläufe) begleitet. Es wird vermutet, dass inzwischen aus Percht Ruprecht wurde. Noch heute wird Wodan mit Schimmel Sleipnir und Frau Percht (Ruprecht) beim Verteilen dieser Geschenke (allerdings unter seinem Künstlernamen, grins) häufig in einem Weihnachtslied besungen:
Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit,
jetzt ist der Weihnachtsmann gar nicht mehr weit,
jetzt ist der Weihnachtsmann gar nicht mehr weit.

Horch nur, der Alte klopft draußen ans Tor,
mit seinem Schimmelchen steht er davor,
mit seinem Schimmelchen steht er davor.

Leg ich dem Schimmelchen Heu vor das Haus,
packt gleich Knecht Ruprecht den großen Sack aus,
packt gleich Knecht Ruprecht den großen Sack aus
.


Wer in der Weihnachtszeit Lust auf alternative Lektüre hat, dem empfehle ich das Buch "Weihnachtstern und Blütenwunder" von Christian Rätsch + Mitautorin, deren Namen ich nicht mehr weiß. Hier werden unsere heutigen Weihnachtsbräuche und die "Weihnachtspflanzen" aus historischer und schamanischer Sicht dargestellt. Seeehr interessant und vergnüglich zu lesen. Rauhnächte als Rauch-(räucher)Nächte und der Weihnachtsmann als fliegenpilzrauchender Schamane - einfach nur köstlich.

+19+C+M+B+93+ (Kennt ihr das auch?)klar, heute steht es für die 3 Könige Caspar, Melchior und Balthasar bzw.
"C + M + B", "Christus Mansionem Benedicat", "Christus segne das Haus", was das Böse abhalten soll.
Es geht aber auch hartnäckig das Gerücht um, das die drei Buchstaben auch für 3 alte Göttinnen stehen. Hab ich irgendwo gelesen, nur wo? Werde wohl im Winter wieder Ordnung in meinem Archiv schaffen müssen, seufz. Sobald ich es gefunden habe, liefe ich es selbstverständlich nach

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Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

27.09.2009 14:13
#63 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Hallo Giefane, vielen Dank für die Infos.

Zitat vom Giefane
1. E. Thorsson (den ich sehr schätze und gegenüber J.Fries deutlich bevorzuge)
versucht in seinem Buch " Runenkunde" eine Rekonstruktion der Runenformeln aus der Egil-Saga, bitte unten nachlesen


Was ist an E. Thorsson besser als Jan Fries? Schreibt er in einem anderen Stil oder deutet er viele Dinge anders al Jan Fries?
Und- gibt es dazu auch eine ISBN Nummer?

Zitat vom Giefane
Nein, Hel und Holle sind nicht indentisch. Hel gilt als reine Totengöttin, ihr Reich ist Helheim und in dieses Reich kamen alle "Strohtoten", also alle, die nicht im Kampf umkamen (die gehen nach Walhall) oder ertrunken sind (zu Njörd bzw. Ran).

Da gehen die Meinungen also auseinander.
Ich kann mir einfach noch kein Urteil erlauben weil ich bis jetzt erst Gardenstone und Jan Fries gelesen habe.
Aber das wird sich ändern- danke für den Tipp.
Und wo kommen die Frauen hin?

Zitat vom Giefane
Wer in der Weihnachtszeit Lust auf alternative Lektüre hat, dem empfehle ich das Buch "Weihnachtstern und Blütenwunder" von Christian Rätsch + Mitautorin, deren Namen ich nicht mehr weiß. Hier werden unsere heutigen Weihnachtsbräuche und die "Weihnachtspflanzen" aus historischer und schamanischer Sicht dargestellt. Seeehr interessant und vergnüglich zu lesen. Rauhnächte als Rauch-(räucher)Nächte und der Weihnachtsmann als fliegenpilzrauchender Schamane - einfach nur köstlich


Das werd ich mir besorgen. Denn da ist bestimmt, versteckt, noch altes Brauchtum enthalten.

Zitat vom Giefane
Wodan wurde bei seiner Wanderung während der Julzeit (auch Rauhnächte), bei der er Geschenke verteilte
(aha!!) von Frau Percht oder ihren Helfern, den Perchten (s. unten Perchtenläufe) begleitet. Es wird vermutet, dass inzwischen aus Percht Ruprecht wurde. Noch heute wird Wodan mit Schimmel Sleipnir und Frau Percht (Ruprecht) beim Verteilen dieser Geschenke (allerdings unter seinem Künstlernamen, grins) häufig in einem Weihnachtslied besungen:


Schöne Vermutung.
So kann ich mir den Ruprecht aus Schweden und Norwegen auch besser vorstellen, der nicht mit einer roten Mütze rumreitet sondern voller Fellkleidung ist.

Und nun macht "C + M + B" auch Sinn.
Vielen Dank

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Giefane Offline





Beiträge: 391

27.09.2009 18:30
#64 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

<So kann ich mir den Ruprecht aus Schweden und Norwegen auch besser vorstellen, der nicht mit einer roten Mütze rumreitet sondern voller Fellkleidung ist.>
Nun ja, die rot-weiße Kleidung unseres Weihnachtsmannes ist nach Rätsch nicht erst von Coca Cola erfunden worden, sondern ist in vielen Kulturen die traditionelle Farbkombination der Schamanen. Und Wodan ist für ihn der oberste Schamane, aber eh ich das lange und ohne den Zusammenhang zu erklären versuche - selber lesen macht in diesem Fall wirklich mehr Spaß und gucken auch, denn das Buch ist reich bebildert. Was die Autoren da nicht alles zusammengetragen haben!Kostet glaube ich knapp 20 Euro, aber ein Kollegin hat es bei ebay für 4 Euro bekommen.

>Was ist an E. Thorsson besser als Jan Fries? Schreibt er in einem anderen Stil oder deutet er viele Dinge anders als Jan Fries? Und- gibt es dazu auch eine ISBN Nummer?<
Also das ist glaube ich Geschmackssache. Keiner ist besser oder schlechter, sondern einfach anders. Bin mit Fries überhaupt nicht zurechtgekommen, und der "Hel-Weg" ist ja nicht gerade der Einfachste, da sollte man schon ziemlich viel Übung haben. Bei Thorsson ist für mich persönlich alles viel klarer und logischer. Gardenstone geht auch gut, sicher liegt er Dir noch mehr durch seinen starken Einfluß aus der Ritualmagie. Und sein Buch "Göttin Holle" ist absolut lesenswert und recht gut untermauert!
Hier die ISBN-Nr. für Thorsson, alle im Urania-Verlag erschienen und tw. nur noch schwer zu bekommen. Einige habe ich auch nur über Fernleihe in der Biblithek erwischt.
ISBN 3-908654-08-4 Runen Handbuch für Anfänger
ISBN 3-908644-63-1 Handbuch der Runenmagie
ISBN 3-908644-64-X Runenkunde

>Und wo kommen die Frauen hin?<
Wenn sie nicht ertanken und bei Njörd landeten, vermutlich als "Strohtote" (alle, die an Krankheit oder Altersschwäche starben) bei Hel.

Andere verbinden die Helrunar mit der Praxis des utiseta, d.h. des "draußen Sitzens" (bei Nacht) um die Geister zu berschwören, jene, die unter dem Hügel wohnen, zu erwecken ODER Nekromantie zu betreiben.

Vermutlich nicht ODER sondern UND! Die unter dem Hügel wohnen, sind die Toten unter den Grabhügeln denke ich mir einfach mal.

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

27.09.2009 18:46
#65 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Zitat vom Giefane
ISBN 3-908654-08-4 Runen Handbuch für Anfänger

Schon gefunden- steckte in meinem Fundus.

Zitat vom Giefane
Wenn sie nicht ertanken und bei Njörd landeten, vermutlich als "Strohtote" (alle, die an Krankheit oder Altersschwäche starben) bei Hel.


Wie unfair, sind es nicht die Frauen die alle Entbehrungen auf sich genommen haben, um den Männern im Krieg den Rücken frei zu halten?[]
Aber vielleicht gibt es bei Hell ja eine Ecke für tapfere Frauen??

Abraxas Offline




Beiträge: 2.076

27.09.2009 19:24
#66 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

@Runenweib...wie ich hörte wurden die germanischen Männer, die aus einer aussichtslosen Schlacht fliehten oft von ihren Frauen bei ihrer Heimkehr abgeschlachtet, da sie als Schwächlinge keinen Wert für´s Leben mehr besassen...es war also eher ein "kalter Schauer im Nacken" den die Frauen früher ihren Männern auf ihre Schlachten mitgaben.

Liebe Grüße
Abraxas


"Einen Streit gewinnt, wer Tiere gut behandelt"
http://hexe.org/runen/ Rufe die Tagesrune an, wenn du dich verlassen und einsam fühlst.


Während wir mit aller Macht gegen die Heerscharen der Drogen ankämpfen, zieht ihr, Anführer der Verblendung, gegen unsere ungeschützten Mauern!

Off-Topic sein ist doof.

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

27.09.2009 19:29
#67 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Doch bei jedem Sieg den sie errungen haben wurde ihnen nicht nur die Brust gereicht!
Danke Abraxas,
du hast natürlich Recht, die Frauen waren bestimmt genauso verrückt, wenn es um Siege ging, wie die Männer![]

Abraxas Offline




Beiträge: 2.076

27.09.2009 20:03
#68 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Zitat von Runenweib
Doch bei jedem Sieg den sie errungen haben wurde ihnen nicht nur die Brust gereicht!
Danke Abraxas,
du hast natürlich Recht, die Frauen waren bestimmt genauso verrückt, wenn es um Siege ging, wie die Männer![]



Mach ich doch gerne

Liebe Grüße
Abraxas


"Einen Streit gewinnt, wer Tiere gut behandelt"
http://hexe.org/runen/ Rufe die Tagesrune an, wenn du dich verlassen und einsam fühlst.


Während wir mit aller Macht gegen die Heerscharen der Drogen ankämpfen, zieht ihr, Anführer der Verblendung, gegen unsere ungeschützten Mauern!

Off-Topic sein ist doof.

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

27.09.2009 23:14
#69 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Und- um diese Verrücktheit zu untermauern:
Zitat Helrunar:
Berserker bedeutet wörtlich "in Bärefell" und bezeichnet einen besonderen Krieger, der sein Fylgja (Schutztier) rufen und sich in ein wildes
Tier verwandeln konnte.
Viele Berserker kämpften nackt, in tiefer Trance und Wut, wobei sie ihr Tierbewusstsein so verrückt machte, dass sie es nicht einmal bemerkten, wenn sie verletzt wurden.
Die Ynglinga- Saga behauptet, dass diese Praxis von Odin erfunden wurde.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, sein Schutztier zu rufen. In einem Schamanen Work- Shop hab ich das gemacht und
War sowas von "FREI" dass ich es hier nicht beschreiben kann.
Dabei fiel mir das erste Mal auf dass ich auf rhythmisches Trommel extrem reagiere.

Wenn also mal wieder am Wandsbeker Markt die Indio- Gruppe auftritt mit ihren Panflöten und Trommeln,
muss ich schnell einen großen Bogen um sie machen.
Echt lästig wenn man eigentlich nur schnell einkaufen will.

Das Tierbewusstsein puscht so viel Adrenalin in die Adern dass ich das Gefühl hatte, meine Pumpe springt mir aus der Brust
Das macht Schmerzunempfindlich.

Wisst ihr, was die Ynglinga - Saga ist und wo ich die nachlesen kann?






Giefane Offline





Beiträge: 391

28.09.2009 05:27
#70 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Wenn also mal wieder am Wandsbeker Markt die Indio- Gruppe auftritt mit ihren Panflöten und Trommeln,
muss ich schnell einen großen Bogen um sie machen.


Oh weh! Das kann wirklich lästig werden. Ähnlich geht es mir, wenn ich Omnia höre. Ich liebe ihre Musik, aber wenn sie die Titel Bran und Mabon spielen, gerate ich in eine Art Wachtrance. Ich nehme alles herum wahr, allerdings sehe ich dann z.B. ein weißes Pferd, welches zur Musik "tanzt". Ich habe die Musik mal auf der Arbeit laufen lassen und plötzlich "stand" ja jemand neben meinem Schreibtisch und grub ein Beet um. Seither setze ich diese beiden Titel nur noch sehr gezielt ein, grins

Wegen der Ynglinge-Saga google doch mal, Wikipedia weiß bestimmt was. Vermutlich wird sie bei Snorri in der Prosa-Edda zu finden sein.

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

28.09.2009 09:03
#71 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Zitat vom Giefane
plötzlich "stand" ja jemand neben meinem Schreibtisch und grub ein Beet um. Seither setze ich diese beiden Titel nur noch sehr gezielt ein, grins

Das ist übel. Aber irgendwie auch zum Grinsen.
Was ist es, dass Menschen wie uns so leicht verführen kann, aus dieser Realität in eine andere zu gehen?
Ich kann ja nur bei bestimmten Trommelschlägen nicht mehr bremsen, Millitärmusik Trommeln bewirken bei mir garnichts.

Ich liebe ihre Musik, aber wenn sie die Titel Bran und Mabon spielen, gerate ich in eine Art Wachtrance. Ich nehme alles herum wahr, allerdings sehe ich dann z.B. ein weißes Pferd, welches zur Musik "tanzt"

Wer ist diese Gruppe?
Also so ähnlich muss es den Berserkern gegangen sein früher. Oder sind da noch andere Überlieferungen, wie die das gehändelt haben?


Übrigens scheinst du ganz schön früh auf den Beinen zu sein wenn ich die Zeit betrachte, wann du gepostet hast.

Giefane Offline





Beiträge: 391

28.09.2009 11:56
#72 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Das ist übel. Aber irgendwie auch zum Grinsen.
Na so übel fand ich das nicht mal, ein schweißnasser und braungebrannter Typ, schwarze lange Haare, von Kopf bis Fuß gut durchtrainiert und nur mit einer abgewetzten Jeans bekleidet - netter Anblick Allerdings, ein wenig unheimlich fand ich es dann doch, mit solchen Dingen muss ich erst noch umgehen lernen.

Omnia ist eine Neo-keltische Musikgruppe aus den Niederlanden, die ihre Lebenseinstellung in ihrer Musik ausdrücken (Guck / höre mal bei Youtube rein).Auf dem Festival Mediaval in Selb hatte ich gerade wieder das Vergnügen, die Gruppe life zu sehen, immer ein Genuß. Das Festival an sich ist aber schon jede Empfehlung wert und wird 2010 wieder stattfinden, mit Omnia. Krawallo will wohl auch wieder hin. http://www.festival-mediaval.com/

Joo, muß früh raus, 4.45 schreit mich mein Wecker an. Arbeitsbeginn ist um 7.00 Uhr und ich habe eine gute Stunde Fahrt, aus der City raus ins Berliner Umland. Aber die Fahrt mit der S-Bahn hat auch was meditatives, wenn die Häuser immer weniger werden, sich dafür Wiesen auftun und immer der Sonne entgegen. Und gerade jetzt, wo die Nebel steigen - einfach nur schön.

Über die Berserker habe ich irgendwo auch was. Ich ärgere mich wirklich, wenn ich mein Vorhaben, wenigstens ein Stichwort und die Quellenangabe auf einem Karteikärtchen zu vermerken, mal wieder nicht umgesetzt habe. Aber auf meinem Schreibtisch stehen die Kärtchen schon mal, schmunzel. Wird noch, versprochen, wir haben ja bald die dunkle Jahreszeit.

Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

04.10.2009 11:03
#73 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Zitat vom Giefane
Text:Werd mir natürlich in den nächsten Tagen die CD von Omnia kaufen, ich finde sie gut.
Das mit dem Typ neben sich stehen sehen kenn ich mit anderen Szenen. Dabei hab ich immer das Gefühl dass ich das bin. Junger Mamm steht vor einem Reeddachhaus und hat eine Karte in der Hand. Eine Landkarte. Ein Pferd steht, gesattelt weiter vorne. Er scheint die Richtung noch nicht genau zu wissen. - Da ist es wieder- das Warten auf den Zug- das Losfahren oder Reiten wollen.



Hier nun noch die Erklährung der Ynglingasaga:

Die Ynglingasaga gehört zur mittelalterlichen Literatur Islands und ist das erste Kapitel der von Snorri Sturluson verfassten Heimskringla, einer Chronik der norwegischen Könige. Die Sage wurde um 1230 in der altisländischen Sprache verfasst. Die Ynglingasaga schöpfte aus der heute verlorenen Dichtung Ynglingatal. Daneben verwendete Snorri auch das Háleyingatal, ein genealogisches Gedicht über die Jarle von Helgeland, und „Af Upplendinga konungum“, einem kurzen Text aus der Hauksbók. Dort handelt es sich um eine Genealogie, die von Óláfr trételgja bis Óláfr Geirstaðaálfr reicht.[1]

Diese Saga handelt von dem Geschlecht der Ynglinge, die in der altenglischen Saga Beowulf unter dem Namen „Scylfings“ erwähnt werden.[2] Es wird von der Ankunft der nordischen Götter in Skandinavien berichtet und wie Freyr das Haus der Ynglinge in Uppsala gegründet hat. Die Saga verfolgt die Geschehnisse der schwedischen Ynglinge bis in die Zeit, als das Geschlecht nach Norwegen übersiedelte. Sie werden in der Saga als die Vorfahren von Harald Schönhaar erwähnt.[3]

Wie schon bei Saxo Grammaticus werden bei Snorri die alten Götter euhemeristisch als Vorzeitkönige begriffen, die später vergöttlicht worden seien.
Literatur [Bearbeiten]

1. ↑ Rudolf Simek/Hermann Pálsson: Lexikon der Altnordischen Literatur. Stuttgart 2007. ISBN 978-3-520-49002-5
2. ↑ Beowulf, tranlsated by David Write, Penguin Classics,1957
3. ↑ Snorri Sturluson: Heimskringla. Übersetzt von Felix Niedner unter dem Titel „Snorris Königsbuch“ I.-III.Diederichs Verlag 1965, Nachdruck Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt o.J.


Weiter im Buch heißt es:

In Asgard wird der Baum Yggdrasil genannt.
Dieses Wort bedeutet "Yggrs Pferd". Yggr ist ein Aspekt Odins/Wotans: das Wort bedeutet "der Schreckliche"

In der Welt der Riesen heißt der Baum Mimameith oder Mimirs Baum. In der germanischen Tradition war Mimir der Herrscher der verborgenen Wasser, die durch die Erde fließen, der heiligen Quellen.

In der menschlichen Welt heißt der Baum Lärad, was "Spender des Lebens und des Schweigens bedeutet. Dies ist der lebendige Baum , nicht der ideale Baum der Götter oder der numinöse Baum der Riesen, sondern der manifestierte Baum, der auf der Erde lebt
Die Völuspa nennt viele Tiere, die sich von diesem Baum nähren, in seinen Ästen leben oder unter seinen Wurzeln umherkriechen.
(Das war mir bis dahin nicht bekannt da alle den Baum bisher Yggdrasil nannten)




Runenweib Offline





Beiträge: 3.280

09.10.2009 22:41
#74 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

Buch:
Wie viele Mythologien andeuten, kamen während dieser Äonen des Anfangs die alten Wesen auf die Erde und formten unser Bewusstsein nach ihrem Abbild.
Diese Urwesenheiten machten unsere Vorfahren besessen?,inspirierten sie, lehrten sie Selbsterforschung und Selbstausdruck und erfüllten sie mit großen Lüsten und Trieben, mit Leidenschaften und Begierden,bis unsere Vorfahren zum lebendigen Ausdruck und den menschlichen Entsprechungen der Alten und vergessenen Wesen wurden.
Dieser Prozess, durch den unsere Vorfahren ihren Sinn für Identität aufbauten, muss wild und antisozial gewesen sein, da sie ungebändigte Triebe und wenig Hemmungen hatten.

Welche "Wesen" mag er gemeint haben??
Heißt das, dass wir Abbilder von bestimmten alten Wesen sind, deren Handlungsweise und Denkweise wir übernommen haben?
Wenn das Leben so wild und unsozial war, kann ich mir vorstewllen, dass so manch einer für einen Knochen erschlagen wurde.

Abraxas Offline




Beiträge: 2.076

10.10.2009 08:27
#75 RE: Buchbeschreibung "Helrunar" antworten

@Runenweib.
Stelle dir einen Eichensamen vor...ein Eichensamen wird durch den Standort zu dem gemacht was er später ist...ABER! Er wird immer zur Eiche wachsen oder gar nicht. Was kümmert die Eiche irgendwelche Wesenheiten die meinen die Eiche formen zu können? Sie wird einfach nur zur Sonne wachsen...klar kann man ihr einen Ast abschlagen Sie mit Gewalt zu etwas zwingen die arme Eiche und dann behaupten Sie wolle einen ärgern, nur weil Sie immer noch zur Sonne wächst...niemand kann das Leben wirklich formen.
Wenn früher jemand für einen Konochen erschlagen wurde, kam das sicher genauso oft vor, wie heutzutage ein Mord...die Wesen sind immer noch da genauso wie immer. Sie waren nicht nur früher Sie sind auch noch heute und in der Zukunft wird es nicht anders sein. Es ist einfach das Chaos. Ein Chaos kann sich zu einem Wesen formen, aber ist ein solches Wesen meist ohne Bestand. Ein Mensch der oft viel von sich hält oder Andere formen oder verändern möchte befindet sich in grossem Chaos. Denn Chaos ist das Zwischending einer Veränderung...wenn ich einem Menschen helfen möchte, so werde ich ihn erst einmal durch das Chaos schleusen müssen. Da führt kein Weg dran vorbei. Im Chaos wird sich wegen dem kleinstem Dreck gestritten, aber es keimt auch Liebe aus den unaussprechlichsten Dingen. Das ist dann ein Feuer woran man nicht festhalten sollte, denn es ist unreif.

Es gab schon immer eine Ordnung nur die Menschen hatten sich an den letzten Dreck geklammert versuchten sich im Chaos zu ordnen. Die Tiere wiederrum befanden sich selten in einem solchem Chaos...warum? Ich kann´s dir sagen...weil der Mensch früher sich immer wieder über andere Menschen erheben wollte und sich somit immer in der Chaossphäre zwischen den Dingen befand! Sieh dir nur mal das Symbol des Christenkreuzes an...das Symbol einer Erhebung. Da wollten Sie alle hin, rechneten jedoch nicht mit dem Chaos, denn Sie wollten ja nur eine Ordnung. Eine Ordnung für sich und das Chaos für Andere...geht aber nicht!

Liebe Grüße
Abraxas

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